Keramik Veneers und okklusale Onlays bei pathologisch abgenutzten Zähnen – Kathrin’s Story

Planung der Therapie

Wie man eine Gesamtrehabilitation auf Basis von Keramik-Veneers und Kauflächen-Onlays plant und umsetzt

Bei ihrem ersten Besuch wurden eine vollständige Anamnese, eine sorgfältige gründliche, klinische Untersuchung, eine röntgenologische Auswertung und eine Funktionsanalyse der Kiefergelenke vorgenommen. Die Auswertung ergab das Vorhandensein verschiedener Formen von Zahnverschleiß. Kathrin zeigte klinische Anzeichen einer Kombination aus Erosion, Abrasion und Attrition. Die aus der Anamnese gewonnenen Informationen ergaben, dass die Patientin eine stressige Lebensphase durchmachte und übermäßige Energiedrinks konsumierte. Zur Vervollständigung der Dokumentation wurden Studienmodelle, eine arbiträre Gesichtsbogenübertragung, ein Zentrikregistrat, sowie intra- und extraorale Fotos und Videoaufnahmen angefertigt.

Schauen Sie sich auch das begleitende Video-Tutorial über eine neue Methode der Gesichtsanalyse an – um einen kreativen, typgerechten Freiraum zu kreieren.

Alle gesammelten Daten wurden zur Erstellung eines diagnostischen Wax-ups verwendet, um die Notwendigkeit einer Erhöhung der okklusalen Vertikaldimension (OVD) des Patienten zu bestimmen, um ausreichend Platz für die restaurative Behandlung zu erhalten. Insbesondere für die Wiederherstellung der korrekten Front- Eckzahnführung wurde die OVD minimal erhöht, indem der Inzisalstift des Artikulators um 2,5 mm angehoben wurde. Die fotografische Dokumentation und Analyse lieferte grundlegende Informationen über das ästhetische Erscheinungsbild des Patienten.

Zur Beurteilung der geplanten okklusalen Vertikaldimension wurde sowohl ein Wax-up als auch ein Silikonindex für ein Mock-up angefertigt. Beim diagnostischen Mock-up wurden phonetische, funktionelle und ästhetische Parameter überprüft. Um ein optimales Therapieergebnis zu erhalten, wurde das Mock-up mehrfach modifiziert und an den Patiententyp, sowie an die Patientenenergie angepasst. Zur Optimierung des Behandlungsergebnisses wurden zusätzlich Video- und Fotoanalysen zwischen dem Behandlungsteam und dem Patienten diskutiert und ausgewertet.

Das Behandlungsteam: Zahnarzt: Dr. Reza Saeidi Pour, MDT: Otto Prandtner, Prof. Daniel Edelhoff

 

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Okklusale Onlay-Präparation - OccluShaper

Das Tutorial mit Prof. Edelhoff beschreibt die Prinzipien der minimal-invasiven Behandlung mit okklusalen Onlays zur Rekonstruktion stark abgenutzter Kauflächen.

Es gibt immer mehr Hinweise auf Risiken im Zusammenhang mit Schäden der Zahnhartsubstanz aufgrund von Erosion, Attrition und Abrasion. Die Defektmorphologie dieser verschleißbedingten Läsionen unterscheidet sich von den der  Kariesläsionen.

Vor diesem Hintergrund sind die restaurativen Behandlungskonzepte mit Verblendschalen in den letzten Jahrzehnten deutlich differenzierter geworden. Überwiegend subtraktive Konzepte zur mechanischen Retention der Restauration mit traditionellen Zementen werden heute, wo immer möglich, durch weniger invasive, primär defektorientierte Verfahren ersetzt. Bei ausgeprägtem Zahnhartgewebsverlust ermöglichen additive Ansätze auch funktionswiederherstellende Restaurationen.

Darüber hinaus gibt es Modifikationen traditioneller Verfahren, wie z.B. die Definition des Behandlungsziels im Vorfeld der Behandlung mit Hilfe eines diagnostischen Wax-ups. Das Wax-up gibt Orientierung für die nachfolgende Zahnpräparation und ermöglicht eine besonders wirtschaftliche Vorgehensweise bei der Entfernung von gesunder Zahnhartsubstanz. Darüber hinaus hat die Einführung neuer Präparationsdesigns wesentlich zur Erhaltung der Zahnhartsubstanz an den zu restaurierenden Zähnen beigetragen.

Indikationen für die Präparation von okklusalen Onlays:

  • Therapie von kariösen Zähnen
  • Behandlung von Prämolaren und Molaren, die durch Bruxismus und/oder Biokorrosion beschädigt sind
  • zur Wiederherstellung der Okklusion

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Präparation der Keramik Veneers

Schritt-für-Schritt-Präparation von Keramikverblendungen für die Restauration von abgenutzten und verfärbten Zähnen.

Keramik-Veneers haben sich zu einer ernsthaften Behandlungsalternative zu den klassischen, weitaus invasiveren Restaurationsverfahren (Vollkrone) entwickelt.

Minimal-invasive Präparationen stellen eine höhere Anforderung an die Fähigkeiten des Behandlers. Der langfristige Behandlungserfolg wird durch die maximale Erhaltung des Zahnschmelzes nach der Präparation bestimmt. Dieser essentielle Faktor hängt signifikant mit der Überlebensdauer der Restauration zusammen.

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