Wurzelanaloges Sofortimplantat – CAD/CAM unterstützte Implantologie – Nadia’s Story

Die Behandlung mit dem Sofortimplantat

Warum ein wurzelanaloges Sofortimplantat? - Erhalt der Gewebestrukturen und Reduktion der Anzahl chirurgischer Eingriffe

Dieses Tutorial dokumentiert unsere Erfahrungen mit CAD/CAM gestützter Implantologie und deren Anwendung mit Sofortimplantaten.

Im Vorfeld der Behandlung steht eine Anamnese der Patientin mit anschließender Planung der Rehabilitationsstrategie.

Die Patientin stellte sich aufgrund von Zahnschmerzen Ihres mehrfach endodontisch behandelten Zahns vor und berichtete, dass sich die Krone wiederholt gelockert habe. Die Untersuchung in der RepliDent Praxis München ergab erstens eine erhöhte Sondierungstiefe und zweitens eine horizontale Fraktur auf der Palatinalfläche des Zahnes.

Vor der Extraktion des Zahnes wurden die Therapiealternativen mit der Patientin erörtert.  Da die Nachbarzähne unversehrt waren, wurde eine Implantatversorgung empfohlen.

CAD/CAM Wurzelanaloge Sofortimplantate

Wurzelanaloges Sofortimplantat – Vorteile

Individuelles Abutmentdesign und Weichgewebserhalt bei der Behandlung mit dem Sofortimplantat

Trotz der Aufklärung über die möglichen Risiken und unzureichenden Langzeiterfahrungen entschied sich die Patientin für den Einsatz des Replicate-Tooth Implantat System.

Als wesentliche Entscheidungsgrundlagen wurden die minimalinvasive chirurgische Intervention und der maximale Erhalt der Gewebestrukturen des Frontzahnbereichs angesehen.

 

 

CAD/CAM Analyse des Implantats

DVT Analyse und Planung des Zahnimplantats

Erfassung des natürlichen Zahnes

Bei wurzelanalogen Implantaten erfolgt die Replikation der Wurzelgeometrie mittels 3-D-Erfassung des Zahnes vor seiner Extraktion durch eine digitale Volumentomographie (DVT). Hierbei ermöglichen es die Fortschritte in der Digitaltechnologie, dass man die Intraoral-Scan Daten oder indirekt durch Scannen des Meistermodells gewonnenen STL-Daten mit der digitale Volumentomographie Aufnahme verknüpfen kann.

Auf der Basis beider Datenformate kann das Sofortimplantat mit dem Abutment vor dem Eingriff CAD/CAM gestützt hergestellt werden.

 

CAD/CAM gestütze Herstellung des Implantats

CAD/CAM – Herstellung von Implantat und Abutment

CAD/CAM gestützter Herstellungsprozess des Implantats

Durch einen CAD/CAM gestützten Herstellungsprozess, wird die Titanwurzel des Sofortimplantats mittels direkter Fusion durch  Glaslot Technik mit einem Zirkonoxid Abutment verbunden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Implantat-Systemen weisen Implant und Abutment durch dieses Verfahren keinen Mikrospalt und Materialen wie Komposit auf.

 

Einsatz des Sofortimplantats

Einsatz des Sofort-Implantats

Platzierung des Replicate-Tooth Implantats

Die Position und Passform des Replicate-Tooth Implantats werden vor der Insertion mit einem sterilen Einprobeanalog aus Zirkonoxid („zirconia try-in“) kontrolliert, welches Bestandteil des Behandlungsprotokolls ist. Dieses Einprobeanalog erlaubt es, genau zu überprüfen, ob das Replicate-Tooth Implantat in seine korrekte Endposition gebracht werden kann, bevor es definitiv in die Alveole inseriert wird.

Das Replicate-Tooth Implantat wurde anschließend manuell in das Zahnfach platziert.

augmentativer Knochenaufbau

Simultane augmentative Maßnahmen

Kondensation der autologen Knochenspäne

Um der Resorption des Bündelknochens entgegenzuwirken, wurde der bukkale Teil der Alveole mit ausreichend autologen Knochenchips augmentiert. Diese können vorsichtig mit Spiralbohrern gängiger Implantatsysteme ohne Wasserkühlung und bei geringer Umdrehung (< 80 UpM) in apikal-palatinaler Richtung gewonnen werden.

Ohne augmentative Maßnahmen kann es zu Rezessionen von Gewebestrukturen kommen, da der sogenannte Bündelknochen nach einer Zahnentfernung resorbiert. Zum Erhalt der knöchernen Unterstützung für das Weichgewebe sind simultane augmentative Maßnahmen notwendig. Gleichzeitig ist die sofortige Unterstützung des Weichgewebes durch eine individuelle Abutment Gestaltung ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Das Einklopfen in die korrekte Position erfolgte mit einer präfabrizierten Einbringhilfe.

 

temporäre Adhäsivbrücke

Provisorische Adhäsivbrücke

Präfabrizierte temporäre Klebebrücke

Im Anschluss an die Insertion des Replicate-Implantats erfolgte unter relativer Trockenlegung die adhäsive Befestigung einer präfabrizierten temporärer Klebebrücke mit Panavia SA Cement Plus Automix (Fa. Kuraray Europe). Anschließend erhielt die Patientin Instruktionen über die notwendigen Hygienemaßnahmen während der Einheilphase (sechs Monate) des Sofortimplantats.

Einsatz der Keramikkrone

Einsatz der Zirkonoxidkrone – 1 Jahr nach der Op

Die Zirkonoxidkrone wurde mit dem Glasionomer Zement eingesetzt

Intraoral zeigten sich bei den Kontrollen 6 bzw. 12 Monate nach der Implantation eine sehr gute Ästhetik und ein stabiles Weichgewebe.

Das Replicate-Implantat ist unter Einsatz von Glasionomerzement (Ketac Cem, Fa. 3M Oral Care) mit einer individualisierten Zirkonoxidkrone (Lava Classic, Fa. 3M Oral Care, Seefeld) und der Verblendkeramik ZI-CT, (Fa. Willi Geller Creation, Meiningen, Österreich) definitiv prothetisch versorgt im Replident Center München.

Behandlungsteam: Dr. Michael Berthold, Dr. Reza Saeidi Pour und ZTM Otto Prandtner

Sofortimplantat – Wissenschaftlicher Artikel

Anwendung des Replicate-Systems unter korrekter Indikationsstellung bei Sofortimplantationen zum Erhalt periimplantärer Strukturen beizutragen. Dank der modernen digitalen Technologie ist es möglich, wurzelanaloge Implantate mit einer ausreichenden Passgenauigkeit herzustellen.

Korrespondierender Bericht zu Nadia’s Story

Sofortimplantat – Erfahrungen

16 Monate nach Fertigstellung

Erfahren Sie hier, wie unsere Patientin Nadia die Behandlung mit dem Sofortimplantat des Replicate-Tooth System empfunden hat und sehen Sie die ästhetischen Resultate.

Workflow Replicate-Tooth System

Konstruktionsdetails

Konstruktionsdetails und Dimensionierung können unter Berücksichtigung biologischer Aspekte präzise geplant und umgesetzt werden.