Frontzahnrestaurationen: Was leisten Keramik-Veneers?

Zahnrestauration mit Keramik-Veneers
2018;49(2):89-101. doi: 10.3290/j.qi.a39509.

Frontzahnrestaurationen: Die Leistungsfähigkeit von Keramik-Veneers.

Die Einführung der Adhäsivtechnik in Kombination mit zahnfarbenen Restaurationsmaterialien zählt zu den größten Errungenschaften der restaurativen Zahnheilkunde.

Dazu haben adhäsiv befestigte Veneers auf der Basis verschiedener silikatkeramischer Materialien ganz wesentlich beigetragen. Keramische Veneers, denen über lange Zeit der Nimbus einer rein ästhetischen Versorgung anhaftete, erfahren noch heute eine stetige Indikationserweiterung. Sie haben sich zu einer ernsthaften Behandlungsalternative zu klassischen, weitaus invasiveren Restaurationsformen entwickelt. Heute werden sie neben zahlreichen anderen Anwendungsbereichen zur Rekonstruktion der Biomechanik von Zähnen eingesetzt. Ebenso zur Einstellung einer angemessenen Funktion bis hin zur Maskierung stark verfärbter endodontisch behandelter Zähne.

Der Beitrag beschreibt anhand klinischer Beispiele die Prinzipien der modernen Veneertechnik unter besonderer Berücksichtigung der Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker bei der Analyse, der Definition des Behandlungsziels, der Farbbestimmung, der Entscheidung zugunsten einer passenden Keramik, der Präparationsgestaltung und der Festlegung des Befestigungsmaterials für die adhäsive Eingliederung. Außerdem wird auf der Basis der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur das Langzeitverhalten keramischer Veneers bewertet.

Analyse und Festlegung des Restaurationsziels

Die Analyse der Funktion, der Ästhetik und der Bio­mechanik sowie die Festlegung des Restaurationsziels setzen eine sehr enge Kommunikation mit dem Zahn­techniker voraus. Folgende Unterlagen sollten für die labortechnische Analyse zur Herstellung des diagnosti­schen Wax­ups zur Verfügung stehen:

  • Porträtaufnah­men frontal und lateral mit und ohne Gesichtsbogen
  • Aufnahmen mit leicht geöffnetem Mund und entspann­ter Oberlippe sowie Videoaufnahmen (Smartphone reicht aus)
  • Aufnahmen bei denen der Patient frei erzählt und ein­ mal beispielsweise von „50“ bis „55“ zählt
  • intraorale Fotos beider Kiefer (Fotostatus),

Diese Aufnahmen unterstützen die Bestimmung der Länge und der Inklination der Scheidekanten der mittleren Oberkieferinzisivi. Dies ist der zentrale Ausgangspunkt jeder Frontzahn­ oder komplexeren Rehabilitation. Weiter­ werden Abformungen beider Kiefer mit der Darstellung des Vestibulums einschließlich der Jugae alveolaria und eine Kieferrelationsbestimmung benötigt.

Erfahren Sie mehr zur Leistung und Anwendung von Keramik-Veneers in unseren Tutorials und den dazugehörigen, detailliert dokumentierten Stories!